Prostatakrebs
Die Prostata (= Vorsteherdrüse) gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Die gesunde Prostata hat etwa die Größe und Form einer Kastanie und wiegt maximal bis 20 Gramm.
Die Empfehlungen zur Prostatakrebs Früherkennungs-Untersuchung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Tastuntersuchung der Prostata (digital rektale Untersuchung) wird mittlerweile in den wissenschaftlichen Leitlinien als zu ungenau bezeichnet und daher nicht mehr zur Früherkennung empfohlen. Stattdessen wird die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut zusammen mit einem ärztlichen Gespräch durchgeführt.
PSA ist ein Eiweiß, das von allen Prostatazellen gebildet wird. Krebszellen geben aber deutlich mehr PSA an das Blut ab, weshalb dieser Wert zur Früherkennung verwendet wird. Die Bestimmung des PSA erfolgt durch eine einfache Blutabnahme aus der Armvene. Ist der PSA-Wert erhöht, sollte wegen der vielen Einflussmöglichkeiten vorerst eine Kontrolle erfolgen. Bestätigt sich der Wert oder steigt er weiter, sind weitere Untersuchungen erforderlich.
Das Behandler:innen-Team wird mittels weiteren diagnostischen Methoden (Biopsie, CT, Multiparametrische Magnetresonanztomografie. PSMA-PET) den Tumor genau untersuchen. Diese weiteren Untersuchungsergebnisse dienen dazu, den Ausbreitungsgrad genau zu definieren (TNM-Klassifikation und Gleason-Score). Die Ergebnisse sind Grundlage, um die geeigneten Therapieoptionen zu definieren. Die Therapie des Prostatakrebs kann von Beobachtung über Operation und Strahlentherapie bis hin zu Hormontherapie und zielgerichteter Therapie reichen.

Broschüre Prostatakrebs
Ausführliche Informationen zu Diagnose, Therapie und Nachsorge erhalten Sie in der Krebshilfe-Broschüre „Prostatakrebs“.
