Mit einer außergewöhnlichen sportlichen Leistung und großem persönlichen Einsatz setzte der Tiroler Ausdauerläufer Fabian Fercher ein starkes Zeichen der Solidarität für krebskranke Menschen und ihre Familien. Im Rahmen seines Herzensprojekts absolvierte er einen 190,4 Kilometer langen Lauf von St. Anton am Arlberg bis zum Rathaus in Kufstein – über Asphalt, Schotter und zahlreiche Höhenmeter. Ziel der Aktion war es, auf die Herausforderungen von Krebsbetroffenen aufmerksam zu machen und Spenden für die Krebshilfe Tirol zu sammeln. Die gesamte Herausforderung wurde von einem Kamerateam begleitet und dokumentiert.
Auf einzelnen Streckenabschnitten erhielt Fabian Fercher Unterstützung von weiteren Läufern. Felix Krenn begleitete ihn von Silz bis Innsbruck, Roman Fercher lief die Etappe von Innsbruck bis Jenbach und Jakob Kirnbauer unterstützte ihn auf dem Abschnitt von Jenbach bis Kufstein. Gemeinsam setzten sie ein starkes Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt.
Die Zahlen des Laufs sprechen für sich:
- 190,4 Kilometer
- 22 Stunden, 29 Minuten und 2 Sekunden
- 7:16 Minuten pro Kilometer
- 844 Höhenmeter
- 125 Schläge pro Minute durchschnittliche Herzfrequenz
Doch hinter diesen Zahlen verbirgt sich weit mehr als eine sportliche Leistung. Immer wieder kam Fabian Fercher während des Laufs an seine körperlichen und mentalen Grenzen. Besonders in den Nachtstunden stellte er sich mehrfach die Frage, warum er sich dieser enormen Belastung aussetzt.
„Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich weitermache. Mein Körper war am Limit. Aber genau in diesen Augenblicken musste ich an all jene Menschen denken, die nicht nur 22 Stunden kämpfen, sondern oft Monate oder sogar Jahre gegen ihre Krankheit kämpfen müssen. Im Vergleich dazu waren meine Schmerzen nur von kurzer Dauer. Dieser Gedanke hat mir immer wieder Kraft gegeben, weiterzulaufen“, erzählt Fabian Fercher.
Eine besondere Motivation erhielt er durch die enorme Unterstützung aus der Bevölkerung. Während der Nacht verfolgten zeitweise über 1.800 Menschen den Lauf online über den Livetracker. Zahlreiche Nachrichten, Anrufe und aufmunternde Worte begleiteten ihn auf seinem Weg. „Zu wissen, dass so viele Menschen mitfiebern und mich verfolgen, hat mir unglaublich viel Kraft gegeben. Gerade in den schwierigsten Momenten wusste ich, dass ich nicht alleine bin. Diese Unterstützung hat mich getragen und war oft der entscheidende Grund, den nächsten Schritt zu machen“, so Fercher.
Am 11. Juli erreichte Fabian Fercher schließlich Kufstein. Dort wurde er von MMag. Dr. Barbara Mösinger-Strubreither - Krebshilfe Tirol, herzlich empfangen. Im Rahmen dieses Treffens konnte eine Spende in Höhe von 1.404 Euro für das Beratungsangebot „Mama oder Papa hat Krebs“ übergeben werden. Dieses Angebot unterstützt Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien dabei, die Krebserkrankung eines Elternteils besser zu bewältigen.
MMag. Dr. Barbara Mösinger-Strubreither bedankt sich für die wertvolle Unterstützung: „Die Diagnose Krebs betrifft immer die ganze Familie. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen in dieser schwierigen Zeit Verständnis, Orientierung und professionelle Begleitung. Mit dem Angebot ‚Mama oder Papa hat Krebs‘ können wir genau diese Unterstützung bieten. Wir danken Fabian Fercher von Herzen für seinen außergewöhnlichen Einsatz. Sein Lauf war weit mehr als eine sportliche Höchstleistung – er war ein starkes Zeichen der Menschlichkeit, der Solidarität und der Hoffnung. Menschen wie er helfen dabei, Betroffenen Mut zu machen und unsere wichtige Arbeit nachhaltig zu unterstützen."
Die Krebshilfe Tirol gratuliert Fabian Fercher zu dieser außergewöhnlichen Leistung und bedankt sich ebenso bei allen Begleitläufern, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den zahlreichen Menschen, die den Lauf vor Ort oder online verfolgt haben. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen gesetzt: für Zusammenhalt, Hoffnung und dafür, dass niemand den Weg durch eine Krebserkrankung alleine gehen muss.
Instagram von Fabian Fercher
Weitere Informationen: Österreichische Krebshilfe Tirol Florian Klotz, Anichstraße 5a/2, 6020 Innsbruck, Tel. 0681/10743150, Innsbruck, Juli 2026








