Stärker als die Müdigkeit - Wenn Aufgeben keine Option ist: 24 Stunden am Berg für den guten Zweck

Am Freitag, 20. Februar, um Punkt 10:00 Uhr begann für Lea Gratl eine außergewöhnliche Reise – körperlich, mental und emotional. 24 Stunden am Stück stellte sie sich der Herausforderung am Berg, um ein starkes Zeichen für Pink Ribbon der Krebshilfe Tirol zu setzen und brustkrebsbetroffene Familien in Tirol zu unterstützen.

12 Aufstiege von der Talstation Seefeld hinauf zur Rosshütte und wieder retour. Was in Zahlen beeindruckend klingt, war in Wirklichkeit noch viel größer: 6.363 Höhenmeter. 85,57 Kilometer Gesamtstrecke. 9.306 verbrannte Kalorien. Doch hinter diesen Zahlen steckt eine Geschichte von Mut, Willenskraft, Zusammenhalt und tief empfundener Solidarität.

Von der ersten Minute an war klar: Diese 24 Stunden würden kein gewöhnliches Sportevent werden. Es waren nicht „nur“ zwei Stunden Anstrengung – es waren 24 Stunden voller Erlebnisse, Begegnungen und Emotionen. Jede einzelne Runde war geprägt von neuen Eindrücken, Gesprächen, Motivation – aber auch von Erschöpfung und Grenzerfahrungen. Besonders intensiv waren die Nachtstunden. Zwischen etwa 23:00 Uhr und 4:00 beziehungsweise 5:00 Uhr früh kam der Moment, in dem die Dunkelheit nicht nur äußerlich spürbar war. Die Müdigkeit setzte ein, die Beine wurden schwer, Zweifel schlichen sich ein.

Es waren jene Stunden, in denen der Kopf stärker war als der Körper sein wollte. Doch genau hier zeigte sich, was diese Aktion wirklich getragen hat: Gemeinschaft. Martin Krug aus Zirl begleitete Lea spontan über die gesamten 24 Stunden hinweg – ein unglaubliches Zeichen der Unterstützung. Ebenso standen Maximilian Slamik und Stefan Zweckmair ihr in der Dunkelheit bis zum bitteren Ende zur Seite – über zwölf Stunden lang.
Gerade in den kältesten, dunkelsten Stunden war ihre Präsenz ein Lichtblick. Worte, Schritte nebeneinander, gemeinsames Schweigen – all das gab Kraft, wenn die Energie fast aufgebraucht war.

Eine ganz besondere Rolle spielten auch ihre Eltern. Karoline und Benedikt Gratl waren die gesamten 24 Stunden über an ihrer Seite. Vater Benedikt stärkte ihr unermüdlich den Rücken, sprach Mut zu, glaubte an sie – selbst dann, wenn sie selbst kurz zweifelte. Mutter Karoline ging noch einen Schritt weiter: Mehrmals begleitete sie Lea sogar aktiv mit den Tourenskiern. Diese familiäre Unterstützung war nicht nur Hilfe – sie war Herz, Halt und Motivation zugleich.

Dass diese 24 Stunden mehr waren als nur ein sportliches Projekt, zeigte sich auch in einem unerwarteten Moment: Lea dokumentierte während ihrer Challenge sogar einen Skiunfall und verhinderte damit eine mögliche Fahrerflucht. Trotz Erschöpfung blieb sie aufmerksam und verantwortungsvoll – ein starkes Zeichen für Charakter und Haltung.

Im Mittelpunkt stand jedoch immer der gute Zweck. Bereits 3.405 Euro konnten online gesammelt werden. Die Beträge aus der Spendenbox in Höhe von 1.101,51 Euro sowie zusätzliche Spenden der Raika Seefeld als Hauptsponsor (6.363 Euro – 1 Euro pro Höhenmeter) und der Raika Hall in Tirol (1.500 Euro) ergänzen diese Summe. Der gesamte Erlös von 12.369,51 Euro wird an die Krebshilfe Tirol übergeben und kommt direkt brustkrebsbetroffenen Familien in Tirol zugute.

Diese 24 Stunden waren ein sichtbares Symbol für Hoffnung. Für Solidarität. Für das Bewusstsein, dass niemand alleine kämpfen muss.

Ein besonderer Dank gilt allen Sponsoren, die diese Aktion unterstützt haben:

Hauptsponsoren:
Raiffeisenbank Seefeld
Co-Sponsoren:
Raiffeisen Regionalbank Hall in Tirol
SP Super Performance
Olympic Gym
Koch Alpin Contour
Omni Power
Noventra
StrikeLab
Auren
Bergbahnen Rosshütte Seefeld
Tiroler Versicherung
Architekt Gratl
Sport Bartl

„Diese 24 Stunden haben mir gezeigt, wie stark man gemeinsam sein kann. Jeder Schritt war für jemanden, der gerade selbst einen schweren Weg geht“, so Lea Gratl bewegt nach dem Zieleinlauf.

Mit ihrer unglaublichen Ausdauer, ihrem Mut und der Kraft der Gemeinschaft hat Lea Gratl ein Zeichen gesetzt, das weit über 6.363 Höhenmeter hinausgeht. Ein Zeichen für Hoffnung. Für Zusammenhalt. Und für alle Familien in Tirol, die Unterstützung brauchen.

Weitere Informationen: Österreichische Krebshilfe Tirol Florian Klotz, Anichstraße 5a/2, 6020 Innsbruck, Tel. 0681 10743150, Innsbruck, Februar 2026