Krebserkrankungen in Österreich 2020 nach Geschlecht und Krebsart

Krebs-Statistik

Krebserkrankungen in Österreich 2020: 43.014 Neuerkrankungsfälle, 20.816 Sterbefälle, 384.883 Betroffene 

Wie Statistik Austria anlässlich des Weltkrebstags 2023 am 4. Februar mitteilte, lag die Zahl der Krebsneuerkrankungen im Jahr 2020 bei 43.014 und war damit ähnlich hoch wie in den Jahren davor. 2020 erhielten in Österreich 19.641 Frauen und 23.373 Männer eine Krebsdiagnose. Die häufigsten Diagnosen waren bösartige Tumore der Brust bei Frauen (5.443 Fälle) und bösartige Tumore der Prostata bei Männern (6.126 Fälle), gefolgt von bösartigen Tumoren der Lunge (4.799 Fälle, beide Geschlechter zusammen) und bösartigen Tumoren des Dickdarms bzw. Enddarms (4.427 Fälle, beide Geschlechter zusammen). Im Zeitraum von 1983 bis 2020 wurden im Österreichischen Krebsregister rund 1,4 Mio. Krebsneuerkrankungen bei rund 1,29 Mio. Personen verzeichnet. Von diesen Personen lebten zum Jahresende 2020 noch 384.883, davon 200.457 Frauen und 184.426 Männer. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung machten an Krebs erkrankte Personen rund 4 % aus. Weitere Daten und Informationen zu Neuerkrankungen und Sterblichkeit im Jahr 2020 lt. Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister (Stand 17.1.2023) finden Sie hier. 

 

Begriffserklärungen 

Die Epidemiologie (griech. "Lehre von dem was über das Volk gekommen ist") ist die Lehre von der Häufigkeit und den Ursachen von Krankheiten in der Bevölkerung. In der Onkologie befasst sich die Epidemiologie mit der Erfassung der Krebshäufigkeit (Inzidenz), Krebssterblichkeit (Mortalität) und besonders auch mit den Krebsursachen. 

  • Prävalenz gibt Auskunft über die Anzahl der Fälle einer bestimmten Krankheit (chronisch oder wiederholt auftretend) oder eines Zustandes zu einem bestimmten Zeitpunkt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung.
  • Inzidenz (Neuerkrankungsziffer) ist ein Maß für ein Neuauftreten von Tumoren in einer bestimmten Bevölkerung (Neuerkrankungen die jährlich gemeldet werden) während eines bestimmten Zeitraumes (meist 1 Jahr). 
  • Morbidität (Erkrankungshäufigkeit) ist ein Maß für die Häufigkeit von Krankheiten in der Bevölkerung ohne Unterscheidung von Prävalenz und Inzidenz.
  • Mortalität (Sterblichkeit) ist ein Maß für die Anzahl der Todesfälle an Krebserkrankungen in einer bestimmten Bevölkerung während eines bestimmten Zeitraumes (meist 1 Jahr). 

Bei der deskriptiven (beschreibenden) Epidemiologie werden Krankheitshäufigkeiten in verschiedenen Bevölkerungen untersucht und Verbindungen zu z.B. Umweltfaktoren, Lebens- und/oder Ernährungsgewohnheiten herzustellen. Analytische Epidemiologie geht von einer Hypothese aus und versucht diese mit Hilfe von statistischen Methoden zu bestätigen (Retrospektive bzw. prospektive Studien). Gesunde mit und ohne Risikofaktoren werden prospektiv vergleichend auf Krebsinzidenz untersucht.

 


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